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Weissenhäuser Strand Kajakfahrer und Boote gekentert

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Tags: SOTKajakKayakWeissenhäuserStrandOstseeGekentert
Moin moin.

In den letzten Tagen war es in mehreren Foren, Zeitungen, Onlineplattformen usw ein Thema gewesen.
Die leichtsinnigen Kajakangler von Weissenhäuser Strand…..die Wahnsinnigen.

Hier könnt ihr lesen, wie es wirklich war.
Klar könnte man jetzt meinen, was soll der Typ jetzt anderes schreiben.
Aber es erging am diesen Tage nicht nur uns so, sondern auch anderen Kollegen auf und am dem Wasser.

Wir mussten erst einmal die ganze Sachlage in Ruhe analysieren und Daten der uns zu Verfügung stehenden Wettervorhersagen sichern, bevor ich irgendwas schreiben wollte.

Wie alles anfing:
Der Tag begann recht entspannend.
Zuerst sind wir nach Pelzerhaken gefahren.
Dort war zwar die Welle sehr klein, aber der Wind war blöde und wir wollten entspannt angeln.
Quasi Brandungsangeln mit Rückenwind.
Wir entschlossen uns dann unter Berücksichtigung Windfinder sowie dem BSH nach Weißenhäuser Strand zu fahren.
Für die Fälle aller Fälle und wenn es überhaupt nicht geht, hatten wir unsere Neoprenhosen und Meerforellenpeitsche mit uns stellen uns mit der Spinne am Strand.

Nach einem Blick über den kleinen Deich sah es richtig super aus.
Wasser glatt und nur vorne eine Miniwelle. Halt wie immer.
Sogar die Sonne kam teilweise raus.

Wir haben dann noch einen Kaffee getrunken und mit einem Mefoangler geschnackt.
Wetter war natürlich auch ein Thema und wir freuten uns, dass der Wind sogar noch weiter runtergehen sollte.

Das Einsetzen war ein Kinderspiel und wir hielten uns relativ Strandnah bei 4-5 Meter auf da hier der Fisch stand. Warum weiter rausfahren.
Kurzfristig wurde es wettertechnisch wirklich entspannter.

Ich bin dann Richtung dieser Seebrücke gefahren.
Erst da bemerkte ich, dass das Echolot von 4,50 Meter sprunghaft 6 Meter anzeigte und dann wieder 4,50 Meter…...
sch..., das sind ja Wellen! Und kein Wind?
Ich habe dann gleich abgedreht und wollte reinfahren.

Jetzt kommt das Ding, welches ich noch nie seit über 20 Jahren, sei es vom „richtigem Boot“, Brandung oder Spinnangeln so brutal in diesem Ausmaßen erlebt habe. Und ich glaube, da bin ich gedanklich mit Sicherheit nicht alleine.

Auf meinem Rückweg wurden die Wellen immer höher. Zum Glück noch langgezogen und der Wind nahm derbe und minütlich zu.
Da hörte ich auch zum ersten Mal die Brandung, wie das Wasser am Strand regelrecht knallte.

Ab da war mir glasklar, ich mache einen Abflug.
Die Frage war nur, wo und wann.
Das wo und wann wollte ich nach Möglichkeit selber bestimmen beziehungsweise ein bisschen Mitspracherecht haben. Wenn es geht, so dicht wie möglich am Ufer.

Ich hatte dann noch zwei Schlauchifahrer gesehen und denen Zeichen gegeben, dass sie runter von Wasser sollen. Die haben es aber nicht registriert.

Komischer Weise war ich komplett ruhig und verstaute nach meinen Möglichkeit die Angeln, Rucksack und anderes Zeug um den kommenden Verlust zu mindern.

Okay, ab zum Ufer.
Ich sprach mit mir selber und sagte noch: Wenn ich kippe, was zu 100% feststeht, dann steige ich kontrolliert aus und versuche nicht das SOT in der Kippbewegung aufzuhalten. Circa 30 Meter vom Ufer entfernt war es dann so weit.
Ich war überrascht, wie schnell das ging obwohl es mir wie Zeitlupe vorkam.
Sachte ins Wasser gleiten und auf das Boot robben.
Muss echt sagen, das ging richtig gut und die Schwimmhilfe behindert nicht.
Doof war, dass ich beim letzten Pinkeln den Pinkler wohl minimal offen gelassen habe.
War aber wenig eindringendes Wasser gewesen und das Wasser erwärmte sich recht schnell.

Es hört sich jetzt wirklich blöde an, aber ich war stinksauer, dass ich mein Boot nicht drehen konnte.
Gut, es hätte letztendlich eh nichts gebracht, aber ich wollte wissen, ob es geht.
Ging aber nicht.
Okay, dann wieder rauf auf’s Boot und ein wenig mitpaddeln.

Am Land erwarteten mich schon die ersten Helfer.
Erst einmal vielen vielen Dank für eure Hilfe. So war es um einiges leichter, das mit Wasser angefüllte SOT halbwegs am Land zu bekommen.
Noch mal herzlichen Dank!

War richtig angepisst, das mein erster Kohler weg war, die Mefo auch, naja, und noch die neue Baitcaster samt Rute und über den tollen Wetterdienst.
Da ist mir doch eine Zigarette vergönnt.
Letztendlich aber ohne körperlichen Schaden davon gekommen und dass war das Wichtigste.

Ich hatte aber echt Sorge um die Schlauchbootfahrer gehabt.
Welcher Schlauchbootfahrer oder generell Bootfahrer hat schon einen Trockenanzug an.
Ich kenne keinen.
Wie ich im Nachhinein gehört habe, sind die Schlauchifahrer am Strand Erstversorgt worden.

Ach.
Irgendwie war es anfangs ein schöner Tag gewesen, der sich innerhalb 20 Minuten zu einem ausgewachsenen sch... Tag entwickelte.

Sowas habe ich beim Angeln noch nie erlebt.

Zum Abschluss noch, was mir nach dieser Erfahrung als wirklich sehr wichtig erscheint.
Trockenanzug auf einem SOT ist geil!!
Glaube, das brauche ich nicht näher erklären.




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Ende Schonzeit Meerforelle
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